Die Gruppe für Transgender, Transsexuelle, Transvestiten ... und Partner/innen

innerhalb des GEREDE "Dresdner Lesben, Schwule, Transen und alle anderen" e.V.

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Eindrücke: Diskussionabend

Zweiter Trans-Street-Day in Dresden

Keine leichte Kost

wurde zum Diskussionabend "Christentrum und Geschlechtsidentität" am 27. Mai 2005 geboten. Eingeladen zu diesem Thema hatte transID in das neue Infocafe des Gerede e.V. Wir hatten mit unserer kurzfristigen Entscheidung, die Veranstaltung in einem größeren Raum durchzuführen, intuitiv richtig gelegen, denn bis zum Beginn des Abends war der der letzte Stuhl besetzt und alle hielten auch bis zum Schluss durch.

Holly und ich hatten für die Einführung in die Auftaktveranstaltung des diesjährigen Trans-Street-Day einen Vortrag ausgearbeitet. Anhand einer differenzierten und historisch-kritischen Betrachtung der Bibel und der mit der Fragestellung abweichender Geschlechtsidentität möglicherweise in Verbindung zu bringender Fundstellen wollten wir eine undogmatische christliche Sicht auf das Phänomen darstellen. Interesse fand neben diesen Fakten auch die Übersicht auf die Position führender christlicher Konfessionen zu Transsexualismus, Transgendertum, Crossdressing oder Transvestismus.

Nach etwas mehr als einer dreiviertel Stunde Einführungsvortrag und einer kurzen Verschnaufpause kamen die anwesenden Gäste schnell in eine angeregten und offenen Meinungsaustausch.

Einer unserer Gäste konnte auf Grund seiner besonderen Bindung zur christlichen Religion als Pfarrer die von uns vorgetragenen Aspekte des ursprünglichen christlichen Anliegens bestätigen und vertiefen. Sozusagen aus berufenem Munde die als persönliche Ansichten gewonnenen Erkenntnisse so bestätigt und bestärkt zu erfahren, war neben der wunderbaren Atmosphäre unserer angeregten Diskussion, die noch fast anderthalb Stunden dauerte, mein bleibender Eindruck von diesem Abend.

Im Ergebnis können wir sagen, dass aus den ursprünglichen und unverfälschten Ansichten der christlichen Religion keinen einzigen Grund gibt für eine Aus- oder Abgrenzung von Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität. Auch sie sind durch ihr Dasein und ihr Leben gleichermaßen wie alle anderen Menschen Bestandteil der Schöpfung und einbegriffen in die durch die christliche Religion offenbarte Liebe als Grundlage der göttlichen Führung.

Mein Dank soll an dieser Stelle besonders noch einmal an Holly gehen, die in der Vorbereitung und als Komoderatorin diesen Abend wesentlich mitgestaltete, an Hubertus, welcher uns mit seiner theologischen und menschlichen Sicht tief beeindruckte, dem Gerede e.V. für die Gastfreundschaft im Infocafé und nicht zuletzt natürlich an alle Anwesenden, die durch ihre rege Anteilnahme an unserem Gespräch dem Ganzen die entscheidende Würze gaben.

tashina

Folie 3

Ein religiöser Konflikt für Christen?

  • Ist Transidentität Sünde?
  • Sind Transidente Bestandteil oder Irrtum der göttlichen Schöpfung?
  • Ist Transidentität eine göttliche Prüfung?
  • Widersprechen sich Transidentität und christlicher Glaube?
  • Ist Geschlechterdualismus gottgewollt oder kann es auch ein dazwischen geben?

Folie 12 

Transident leben – Aussöhnung und Chance

  • Viele transidente Christen haben über ihre Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen Gewissenskonflikt zu einem tieferen Glauben gefunden.
  • Es gibt keine Ablehnung transidentischer Lebens- und Verhaltensweisen in der Bibel.
  • Jesus hat allen Menschen die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet, egal, ob Steuereintreiber, römischer Soldat oder Hure.
  • Für Transsexuelle, Transvestiten, Trannies, Crosdresser usw. ist es wichtig, dass sich Jesus ebenfalls für uns stark gemacht hätte, falls er diese Thematik gekannt hätte.

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Ausschnitt aus "Der Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch Papst Benedikt XVI Catoon zur Homoehe