innerhalb des GEREDE "Dresdner Lesben, Schwule, Transen und alle anderen" e.V.
"Charlotte von Mahlsdorf"
Der berühmteste Transvestit der Bundesrepublik? Berliner Original? Liebenswertes Hausmädchen? Oder Hochstapler?
Wer kennt sie nicht die Geschichten um Charlotte und ihr Gutshaus, die Gründerzeit und die Schwulenszene von Berlin. Sie lebte als Frau, lehnte aber OP´s für sich ab. Sie galt als kommunikationsfreudig und sozial und lebte doch ein ganz anderes Leben, ein Leben in der Vergangenheit. Sie sah sich selbst als kleine Heldin und wurde auf Grund ihrer Verdienste um die Bewahrung von Kulturgütern mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. In der Trans*- und der Schwulenszene gilt sie bis heute als Ikone, die zu jederzeit ihre Persönlichkeit frei ausgelebt hat und sich Gesetzen und äußeren Umständen stets wiedersetzte.
Sie ist dabei nicht unumstritten. Immer wieder werden Unstimmigkeiten zwischen von ihr erzählter und tatsächlich gelebter Geschichte entdeckt. Zeitzeugen schildern Begebenheiten völlig anders, nehmen Charlotte aber als liebenswertes “Naivchen” in Schutz.
Es sollte nicht darum gehen die Wahrheit um Charlotte ans zu finden, denn DIE Wahrheit gibt es mit Sicherheit nicht und sie ist vielleicht auch uninteressant. An diesem Abend stand der Mensch “Charlotte von Mahlsdorf” im Mittelpunkt stehen, der zweifelsohne zu einer der schillernsten, wenn auch nicht im optischen Sinne, Transen der jüngeren Geschichte gehört. Es wurde ein Lebensweg beleuchtet, der sich im Spannungsfeld zwischen eigenen Wünschen, zeitgeschichtlichen Umständen bis hin zu einem öffentlichen Leben entwickelt hat.
Das Jahr beginnt mit der Vorbereitung des 2. Trans-Street-Day und Themenabend. Und darum gönnten wir uns auch bereits die erste Feier.
Eines Tages erhielt Janin eine E-Mail mit einer Anfrage, ob seitens transID Interesse an einem Kontakt mit tschechischen Transsexuellen und Transgendern bestünde. Verbunden war diese Anfrage mit einer herzlichen Einladung, doch einfach mal beim nächsten Treffen vorbei zu schauen.
Am 1. Juli 2005 waren vier von uns in Chlumec.
» Eindrücke und Fotos vom CSD und TSD 2005
Jessica und Franzi hatten sich ganz schön viel vorgenommen. Innerhalb von knapp drei Stunden entführten sie die große Runde der anwesenden Transgender und Interessierten am gestrigen Abend in die Welt der Götter und Legenden. Es wimmelte in ihren Schilderungen geradezu von Wesen, Gestalten, Göttern und Halbgöttern, die wir heute als Transsexuelle oder Transgender bezeichnen würden.
Aufmerksam lauschten unsere Gäste den beiden Vortragenden, manchmal angestrengt ob der vorgetragenen alten Schriften, manchmal erheitert ob der amüsanten Begebenheiten. Anschaulich wurde der Vortrag durch die gezeigten Bilder, die das Erzählte optisch unterstrichen.
Auflockerung fand der Vortrag auch durch die kleinen und großen Diskussionen, in denen das bunte Publikum seine Fachkenntnis bewies und mit den Referentinnen ins Gespräch kam.
Es war ein sehr interessanter Abend. Danke an Jessica und Franzi.
Neu im Angebot sind die einstündigen moderierten Runden, die jeden 4. Freitag im Monat unter Leitung eines Sozialpädagogen des Gerede e.V. stattfinden.
Wie in jedem Jahr gab es auch 2004 viele Themenabende: Diskussionsrunden, Videoabende, Grillabend. Nachfolgend seien einige der Höhepunkte ausführlicher dargestellt.
mit Stephan und Franzi im November 2004
mit Franzi und Jessica im August 2004
Der 1. TSD fand im Juni 2004 im Rahmen des CSD in Dresden statt.
Programm, Erfolg und Spaß für die Beteiligten waren Ergebnis monatelanger Vorbereitungen und vieler Initiativen von Mitgliedern von transID, des Transgender-Stammtisches sowie des CSD Dresden e.V.
... wurde 1992 innerhalb des GEREDE "Dresdner Lesben, Schwule, Transen und alle anderen" e.V. von zwei Transen initiiert und ist auch heute noch Projekt dieses Vereins.

Das im Jahre 2000 entwickelte Logo symbolisiert die Ausbruchsmöglichkeiten aus vermeindlichen Zwängen.
Es zeigt eine schematisierte Identitätsmarke, die geöffnet wurde und aus der die trans-Identität heraustreten kann.